Stehr zum Radweg: „Gedächtnis der Koalition auffrischen“


04. Mai 2018

CDU-Politikerin Stehr: Noch Ende 2017 sollte Radschnellweg laut Umweltdezernentin unmöglich sein

„Nur sehr wenig getrübt“ werde die Freude der Rad-Initiative Impulswerkstatt, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der Oberhausener CDU-Fraktion „durch das Nachtreten der Koalition im Rat der Stadt“, sagt Simone-Tatjana Stehr: „Oberhausen ist beim Regionalverband Ruhr (RVR) auf der Liste der Städte, die Radschnellwege bekommen sollen. Wir haben am vergangenen Mittwoch in einer Ratssitzung mit den Stimmen der Linken Liste, der Bürgerliste, von BOB, des Stadtverordneten Werner Nowak, der CDU und von Oberbürgermeister Daniel Schranz entschieden, dass eine Machbarkeitsstudie für den von uns als CDU-Fraktion gemeinsam mit Impulswerkstatt und ADFC entwickelten Radschnellweg erstellt werden soll. Alles ist gut.“

Dennoch möchte die CDU-Fraktionsvorsitzende „das Gedächtnis der Koalition aus SPD, Grünen und FDP auffrischen“: „Auch noch im November 2017 wurde uns wieder einmal von Umwelt- und Planungsdezernentin Sabine Lauxen von den Grünen mitgeteilt, dass, ich zitiere, keine leistungsfähigen Anbindungen an den RS 1 zu erkennen seien. Dass wir als CDU-Fraktion gemeinsam mit Impulswerkstatt und ADFC eine Strecke erarbeitet haben, war deshalb im Gegensatz zur Darstellung der Koalition mehr als sinnvoll. Von Frau Lauxen kam ja nichts – und schon gar nicht von SPD, Grünen und FDP.“

Stehr wirbt nun, „sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass der Radschnellweg Westliches Ruhrgebiet, der vom RS 1 in Mülheim ausgeht und durch Oberhausen nach Bottrop führt, auf einer zukünftigen Prioritätenliste des RVR ganz oben steht“: „Die Radschnellwege werden eine Radverkehrsinfrastruktur parallel zu unserer Autobahninfrastruktur im Ruhrgebiet bieten. Wir wollten nicht, dass Oberhausen von diesem Jahrhundertprojekt ausgeschlossen ist – und das haben wir geschafft. Wie gesagt: alles ist gut.“