CDU-Fraktion kritisiert Arbeitsagentur und weist auf Maßnahmenpaket hin


03. September 2018

„Schotterbeet ist falsches Signal“

Für „ein falsches Signal“ hält Frank Bandel den Einsatz von Schotter im Beet vor dem Haupteingang der Arbeitsagentur an der Mülheimer Straße: „Natürlich weiß ich, dass es sich dabei nicht um eine große Sache handelt. Aber viele kleine falsche Sachen summieren sich zu einer großen falschen Sache. Und wir brauchen in unserer Stadt keine geschotterten Beete, sondern wir brauchen Beete, in denen Pflanzen gesetzt sind, die dabei helfen, Insekten anzulocken und Feinstaub zu reduzieren. Insbesondere an der Mülheimer Straße, der am stärksten belasteten Straße in Oberhausen.“

Der Umweltpolitische Sprecher der Oberhausener CDU-Fraktion lässt das Argument der Arbeitsagentur, der Schotter sei „pflegeleichter“, nicht gelten. „Eine Begrünung mit Pflanzen, die Feinstaub fressen und Insekten wie zum Beispiel Bienen ernähren können, muss nicht pflegeintensiv sein. Was aber ganz sicher feststeht, ist, dass der Einsatz von Schotter ein falsches Vorbild liefert und keinen Beitrag zur Klimaverbesserung leistet. Ganz im Gegenteil. In diesem Fall bin ich an der Seite des Vereins Naturgarten und der Bürgerliste, die die Arbeitsagentur wegen des Schotterbeetes kritisiert haben.“

Simone-Tatjana Stehr betont, „dass die Mülheimer Straße ohnehin im Fokus der CDU-Fraktion steht“. Die CDU-Fraktionsvorsitzende meint: „Fahrverbote für Menschen, die sich nach bestem Wissen und Gewissen ein Diesel-Fahrzeug zugelegt haben, wollen wir nicht. Deshalb werden wir alles tun, um Klimaverbesserungen ohne Verbote zu erreichen. Dazu gehört es auch, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, durch welche Maßnahmen man Klima positiv beeinflussen kann.“ Die Oberhausener CDU-Fraktionsvorsitzende verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene Vorschläge, die die CDU-Fraktion in den Umweltausschuss eingebracht hat, der am kommenden Donnerstag tagen wird: „Wir haben ein Maßnahmenpaket geschnürt, von dem ich hoffe, dass es auch die anderen Parteien und Gruppierungen überzeugen wird, zum Beispiel die Aktion ‚1000 Baumstandorte für unsere Stadt’, bei der wir in die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger gerne aktiv ein einbinden möchten.“