Die Verwaltung wird beauftragt, Drohnentechnik zur Unterstützung der Kontrolle des städtischen Baumbestandes einzusetzen und dafür die entsprechende Technik zu beschaffen, um sie künftig ergänzend im Rahmen der kommunalen Baumkontrollen einzusetzen.
Darüber hinaus wird die Verwaltung damit beauftragt,
- eine digitale Dokumentation des städtischen Baumbestandes auf Grundlage der gewonnenen Bilddaten unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Vorgaben aufzubauen,
- die erhobenen Bilddaten perspektivisch mithilfe künstlicher Intelligenz auszuwerten, um Baumarten, Vitalität sowie mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen,
- sich bei der lokalen Weiterentwicklung und Optimierung der Kontrollen an bestehenden wissenschaftlichen Forschungsvorhaben, insbesondere dem Projekt „BaKIM“ der Universität Bamberg, zu orientieren,
- sowie geeignete Förderprogramme von Bund, Land und Europäischer Union für die Beschaffung und den Einsatz entsprechender Technik zu nutzen.
Sachverhalt:
Der städtische Baumbestand ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Infrastruktur. Straßenbäume, Parkanlagen und Grünzüge prägen das Stadtbild, verbessern das Mikroklima, spenden Schatten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufenthalts- und Lebensqualität in Oberhausen. Gleichzeitig stellen Trockenheit, Extremwetterereignisse sowie Krankheiten und Schädlingsbefall die kommunale Baumpflege vor wachsende Herausforderungen.
Die Kontrolle und Pflege des Baumbestandes gehören daher zu den zentralen Aufgaben einer modernen und leistungsfähigen Stadtverwaltung. Zugleich steigen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit kontinuierlich. Der Einsatz moderner Drohnentechnik bietet die Möglichkeit, fachliche Baumkontrollen gezielt zu ergänzen und effizienter zu gestalten. Insbesondere schwer zugängliche oder besonders hohe Bäume können schneller, sicherer und mit geringerem personellem Aufwand erfasst werden. Gleichzeitig lassen sich in geeigneten Fällen kostenintensive Steiger- und Sichtkontrollen reduzieren, ohne die fachliche Bewertung durch qualifiziertes Personal zu ersetzen und ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus eröffnet die digitale Erfassung neue Möglichkeiten für eine systematische Dokumentation und langfristige Beobachtung des kommunalen Baumbestandes. Auf Grundlage hochauflösender Bilddaten können Veränderungen frühzeitig erkannt und notwendige Pflegemaßnahmen gezielter geplant werden.
Perspektivisch bietet sich zudem die Möglichkeit, die gewonnenen Daten mithilfe künstlicher Intelligenz auszuwerten. Vorbild kann hierbei das Forschungsvorhaben „BaKIM“ der Universität Bamberg sein, bei dem mithilfe von Drohnenaufnahmen automatisiert Baumarten, Vitalität und mögliche Schadbilder erkannt und bewertet werden können. Eine Übertragung vergleichbarer Verfahren auf den kommunalen Baumbestand könnte die Effizienz der Baumkontrollen in Oberhausen weiter erhöhen.

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