Das Bert-Brecht-Haus ist seit mehreren Monaten vollständig eingerüstet. Dadurch sind Zugänge zu den dort ansässigen Geschäften erheblich eingeschränkt; Schaufensterflächen sowie die Außenwirkung der Betriebe sind teilweise oder sogar vollständig verdeckt. Nach Rückmeldungen betroffener Gewerbetreibenden führt dies zu erheblichen Umsatzeinbußen, die in einzelnen Fällen existenzbedrohende Ausmaße annehmen.
Nach derzeitigen Informationen soll die Fassadensanierung und die damit verbundene Einrüstung über einen längeren Zeitraum, möglicherweise mehrere Jahre, andauern.
Vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Situation des innerstädtischen Einzelhandels besteht die konkrete Gefahr von Geschäftsaufgaben mit negativen Folgen für die Attraktivität der Innenstadt insgesamt.
Eine solche stadtentwicklungspolitische Herausforderung erfordert zwingend Transparenz, Steuerung und unterstützende Maßnahmen.
Vor diesem Hintergrund wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
- Wie lange wird die Einrüstung des Bert-Brecht-Hauses nach aktuellem Kenntnisstand der Verwaltung voraussichtlich bestehen bleiben, und welcher verbindliche Zeit- und Bauablaufplan liegt der Maßnahme zugrunde?
- Welche Maßnahmen hat die Stadt Oberhausen als Eigentümerin bislang ergriffen bzw. vorgesehen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Baumaßnahme auf die gewerblichen Mieter zu reduzieren?
- Welche konkreten Schritte werden unternommen, um während der Bauphase Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und Kundenfrequenz der ansässigen Geschäfte zu verbessern und in welchen zeitlichen Abständen sowie Formaten werden die Mieter informiert?
- Wurde geprüft, ob organisatorische, bauliche oder zeitliche Anpassungen der Maßnahme möglich sind, um Dauer und Intensität der Beeinträchtigungen zu verringern, und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Hierzu zählt auch das Angebot alternativer Geschäftsräume.

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