Abschaffung der Altkleidercontainer

21.04.2026

Die Verwaltung wird gebeten,

  1. die im öffentlichen Raum aufgestellten städtischen Altkleidercontainer (Wertstoffinseln) zu entfernen.
  2. die bereits vorhandenen alternativen und geordneten Entsorgungswege für Altkleider – insbesondere durch bestehende Abholsysteme – zu stärken und bei Bedarf auszubauen.
  3.  die Umsetzung des vom Rat am 07.07.2025 beschlossenen Konzepts zur „Neuausrichtung der Containerstandorte in Oberhausen“ (Drucksache A/17/6873) priorisiert voranzutreiben und den Fachgremien bis zu den Sommerferien eine belastbare Entscheidungsgrundlage vorzulegen.

Begründung:
Ein sauberer, geordneter und sicherer öffentlicher Raum ist Kern kommunaler Verantwortung. Er ist eine Voraussetzung für Lebensqualität, Sicherheit und ein funktionierendes Miteinander.
Ein Großteil der Containerstandorte in Oberhausen wird diesem Anspruch nicht gerecht. Die CDU-Fraktion hat mit ihrem Antrag zur Neuausrichtung der Containerstandorte (A/17/6873) die strukturellen Defizite bereits aufgegriffen und eine grundlegende Neuordnung angestoßen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass – unabhängig vom o.g. Ratsbeschluss - die Altkleidercontainer ein eigenständiges, besonders akutes Problemfeld darstellen, das kurzfristiges Handeln erfordert.

Altkleidercontainer sind aktuell ein zentraler Treiber der Probleme an vielen Standorten:

  • Dauerhafte Überfüllung und Beistellungen (Säcke neben den Containern) sind an der Tagesordnung.
  • Abgelegte Textilien werden durchnässt, verschmutzt und unbrauchbar – sie müssen anschließend kostenpflichtig entsorgt werden.
  • Containerstandorte entwickeln sich zu Anziehungspunkten für weitere illegale Ablagerungen.
  • Die Folge sind zusätzliche Reinigungsaufwände, steigende Kosten und eine sichtbare Abwertung des Stadtbildes.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Die Sammlung über frei zugängliche Container erfüllt ihre ursprüngliche Funktion vielfach nicht mehr. Sinkende Verwertungsquoten und eine deutlich nachlassende Qualität der abgegebenen Textilien führen dazu, dass ein erheblicher Teil letztlich als Abfall entsorgt werden muss – mit entsprechenden Kosten für die Allgemeinheit.
Gleichzeitig gibt es zuverlässige und sehr gut funktionierende Alternativen: Abholsysteme und organisierte Sammlungen erzielen eine deutlich höhere Qualität der Textilien. Sie vermeiden zudem genau die Probleme, die im öffentlichen Raum entstehen und sichern letztlich zuverlässiger die Idee, die mit der Sammlung von Altkleidern verbunden ist.
Die Altkleidercontainer waren nicht Gegenstand des ursprünglichen Antrags zur Neuausrichtung der Containerstandorte. Sie haben sich jedoch als eigenständiges akutes Problemfeld herausgestellt, das nicht auf ein Gesamtkonzept warten kann.
Während die strukturelle Neuordnung der übrigen Containerstandorte zu Recht konzeptionell vorzubereiten ist, ist die Lage bei den Altkleidern eindeutig: Die derzeitige Form der Sammlung im öffentlichen Raum ist praktisch gescheitert – ökologisch, organisatorisch und städtebaulich. Deshalb ist es konsequent, sofort zu handeln, Fehlanreize zu beenden, Kosten zu reduzieren und die Standorte unmittelbar zu entlasten.