Nahverkehr im Wandel: CDU zu Gast bei der STOAG

26.08.2026

Wie verändert die Elektromobilität den Betrieb eines Verkehrsunternehmens? Welche Investitionen stehen in den kommenden Jahren an? Und wie geht es mit dem Ausbau der Straßenbahn weiter? Diesen Fragen ging die CDU Oberhausen gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei ihrem Besuch der STOAG im Rahmen des Sommerprogramms nach.

Erstmals begrüßt wurde die Gruppe dabei vom neuen STOAG-Geschäftsführer Ingo Wortmann. Der langjährige Geschäftsführer der Münchner Verkehrsgesellschaft und Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen stellte das Unternehmen und die großen Aufgaben der kommenden Jahre vor. Anschließend ging es über den Betriebshof – durch Werkstatt und Reinigungsanlage bis zum Busdepot und zu den neuen Ladestationen für die Elektrobusse. Gerade dort wird der Wandel des Nahverkehrs besonders sichtbar. Von den insgesamt 140 Bussen der STOAG fahren inzwischen 35 elektrisch. Schritt für Schritt soll die gesamte Busflotte auf Elektromobilität umgestellt werden. Dafür reicht die Anschaffung neuer Fahrzeuge allein nicht aus: Auch Ladeinfrastruktur und Betriebshof müssen entsprechend mitwachsen. Auf einer zusätzlichen Fläche von rund 12.000 Quadratmetern sollen 54 weitere Ladepunkte entstehen. Nach einer Machbarkeitsstudie soll der bestehende Betriebshof zudem nicht nur saniert, sondern weitgehend neu gebaut werden.

Ein weiteres großes Thema war die geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie 105 von Essen-Frintrop nach Oberhausen. Für die rund 3,5 Kilometer lange Strecke werden derzeit Gesamtkosten von etwa 140 Millionen Euro veranschlagt. Planung und Planfeststellung sollen bis 2027 abgeschlossen sein, die Bauausführung ist für die Jahre 2027 bis 2030 vorgesehen. Auch der für 2029 geplante Neubau der „Blauen Brücke“ über den Rhein-Herne-Kanal gehört zu den großen Infrastrukturprojekten der kommenden Jahre.

Welche Bedeutung die STOAG schon heute für Oberhausen hat, zeigen auch die Zahlen: Rund 34,4 Millionen Fahrgäste nutzten 2025 das Angebot des Unternehmens. Mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass Busse und Straßenbahn täglich unterwegs sein können.

Der Besuch zeigte, welche großen Aufgaben in den kommenden Jahren vor der STOAG liegen. Die schrittweise Erneuerung der Busflotte, der Ausbau der notwendigen Infrastruktur, ein neuer Betriebshof und die Verlängerung der Straßenbahnlinie 105 sind Projekte, die den Oberhausener Nahverkehr langfristig prägen werden. Gleichzeitig wurde beim Rundgang deutlich, wie viel Technik, Organisation und tägliche Arbeit notwendig sind, damit Busse und Straßenbahnen zuverlässig durch Oberhausen fahren.