Abschaffung der offenen Bürgerdialoge durch Oberbürgermeister Berg

23.01.2026

CDU-Fraktion warnt: Rückzug des Oberbürgermeisters aus dem offenen Bürgerdialog schwächt Vertrauen

Die CDU-Fraktion Oberhausen kritisiert die Ankündigung des neuen Oberbürgermeisters, die offenen Bürgerdialoge einzustellen. Damit wird ein bewährtes Format beendet, das über Jahre hinweg für direkten Austausch, Transparenz und Verlässlichkeit in den Stadtteilen stand.

„Bürgernähe heißt sichtbar Verantwortung übernehmen und keineswegs nur zuzuhören“, erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr. „Ein Oberbürgermeister muss Rede und Antwort stehen. Offen und direkt und insbesondere auch dann, wenn es unbequem wird.“

Die Bürgerdialoge, die unter Oberbürgermeister Daniel Schranz regelmäßig in den Stadtteilen stattfanden, ermöglichten genau diesen Austausch, konkrete Rückmeldungen, klare Antworten und nachvollziehbare Entscheidungen. „Das war gelebte kommunale Demokratie – kein PR-Format“, so Stehr.

Die nun von Thorsten Berg angekündigte Abkehr von offenen Dialogformaten zugunsten sogenannter niedrigschwelliger Angebote bewertet die CDU als Rückschritt. Die Christdemokraten halten es für den falschen Weg, offene Dialogformate durch sogenannte „niedrigschwellige Angebote“ zu ersetzen. „Zuhören ist absolut wichtig. Aber wer professionell eine Stadt führt, muss erklären, entscheiden und sich auch kritischen Fragen stellen. Die Menschen erwarten zu Recht mehr als nur ein offenes Ohr“, warnt Stehr.

Gerade in schwierigen Zeiten braucht Oberhausen eine Stadtspitze, die den direkten Austausch sucht. „Offene Bürgerdialoge sind Ausdruck von Führungsstärke und Respekt gegenüber den Menschen“, so die CDU-Fraktion.

„Niedrigschwellige Formate können ergänzen – sie dürfen den offenen Dialog auf Augenhöhe aber nicht ersetzen“, sagt Stehr. „Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht Orientierung, Klarheit und Antworten.“