CDU-Mittelstands-Chef wiedergewählt - Hausmann sieht Ruhrgebiets-Städte zu oft nur als Beobachter

16.02.2026

„Was das Ruhrgebiet braucht, ist mehr gemeinsames Handeln“. Mit diesem Kernsatz umriss der alte und neue Bezirksvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Ruhr (MIT), Wilhelm Hausmann, bei der Bezirksversammlung in Dortmund jetzt einen einstimmig verabschiedeten Antrag.

In den vergangenen Jahren hätten zu viele Kommunen im Rahmen landesweiter Initiativen – etwa der Ruhrkonferenz – eine reine Beobachterrolle eingenommen, anstatt aktiv gemeinsame Lösungen einzufordern und mitzugestalten, so Hausmann, der auch für die CDU im Düsseldorfer Landtag sitzt. Insbesondere im Bereich digitaler Verwaltungsdienste fehle es bislang an abgestimmten, gemeinsamen Initiativen mit schlüssigen Konzepten.

Die CDU-Mittelständer fordern, dass die Entwicklung von Serviceportalen sowie der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Verwaltungsroutinen stärker gemeinsam organisiert werden. Die Menschen erwarteten zurecht, dass Verwaltungsleistungen nutzerfreundlich und einheitlich angeboten werden.  Gemeinsame Standards und Schulungskonzepte in zentralen Verwaltungsbereichen, beispielsweise im kommunalen Ordnungsdienst, könnten zudem Effizienz, Qualität und Rechtssicherheit erhöhen.

„Gerade in Zeiten angespannter Haushaltslagen ermöglicht eine starke interkommunale Zusammenarbeit nicht nur bessere Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, sondern mittelfristig auch notwendige Einsparungen bei Personal- und Sachkosten“, stellte Hausmann abschließend fest.

Wiedergewählt für zwei Jahre wurde der Oberhausener Politiker, der den MIT-Vorsitz seit 2019 innehat, mit 87 Prozent der Stimmen.