Einführung von Schwimmassistenten

08.10.2026

Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit dem Stadtsportbund Oberhausen e. V. unter Einbindung der Oberhausener Grundschulen, des Schulamtes, der örtlichen Schwimmvereine und der DLRG ein Konzept für den Einsatz qualifizierter ehrenamtlicher Schwimmassistentinnen und -assistenten im Schulschwimmen zu erarbeiten und den zuständigen politischen Gremien vorzulegen.

Als Vorbild soll die seit 2021 bestehende Essener Initiative „Fit fürs Wasser – von Anfang an sicher" dienen.

Das Konzept soll insbesondere Aussagen enthalten zu:

  • den Einsatzmöglichkeiten von Schwimmassistentinnen und -Assistenten an Oberhausener Grundschulen;
  • die Gewinnung und Qualifizierung geeigneter Ehrenamtlicher;
  • den Rahmenbedingungen für ihren Einsatz, insbesondere hinsichtlich Aufgaben, Aufsicht, Kinder- und Jugendschutz sowie Versicherungsschutz;
  • den Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich einer angemessenen Aufwandsentschädigung.

Begründung:

Schwimmen zu können ist eine grundlegende Fähigkeit und vor allem eine Frage der Sicherheit. Kinder möglichst früh zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern zu machen, ist deshalb eine wichtige Aufgabe. Gerade im Schulschwimmen treffen jedoch unterschiedliche Schwimmfähigkeiten aufeinander (bis hin zur wachsenden Zahl an Nichtschwimmern) und stellen die Lehrkräfte vor die Herausforderung, Kinder entsprechend ihren jeweiligen Fähigkeiten zu fördern.

Wie eine wertvolle zusätzliche Unterstützung im Schulschwimmen organisiert werden kann, zeigt die Stadt Essen mit der Initiative „Fit fürs Wasser – von Anfang an sicher". Seit 2021 unterstützen dort ehrenamtliche Schwimmassistenzen den Schwimmunterricht an Grundschulen und begleiten insbesondere noch unsichere Kinder direkt im Wasser. Aktuell sind 26 Ehrenamtliche an 57 Schulen mit mehr als 86 Gruppen in 13 Bädern im Einsatz. Im Schuljahr 2026/2027 sollen mehr als 6.000 Grundschülerinnen und Grundschüler der dritten Jahrgangsstufe begleitet werden.

Der besondere Vorteil des Modells liegt in der zusätzlichen qualifizierten Unterstützung im Wasser. Während die Lehrkraft den Schwimmunterricht verantwortet, können die Assistenzen einzelne Kinder oder kleinere Gruppen intensiver begleiten und damit insbesondere diejenigen unterstützten, die beim Schwimmenlernen zusätzliche Förderung benötigen.

Zugleich ermöglicht das Essener Modell auch Menschen ohne bisherige einschlägige Qualifikation ein Engagement. Wer sicher schwimmen kann, kann die erforderliche Rettungsfähigkeit sowie methodisch-didaktische Kenntnisse erwerben. Die Tätigkeit wird mit einer Aufwandsentschädigung je Unterrichtseinheit honoriert. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, zusätzliche ehrenamtliche Unterstützung für das Schulschwimmen zu gewinnen und entsprechend zu qualifizieren.

Aus Sicht der CDU-Fraktion bietet das seit mehreren Jahren praktizierte Essener Modell einen guten Ansatz, von dessen Erfahrungen auch Oberhausen profitieren kann. Gemeinsam mit den örtlichen Partnern soll deshalb ein auf die Oberhausener Struktur zugeschnittenes Konzept entwickelt werden, um qualifizierte Assistenzen künftig auch im Schulschwimmen unserer Grundschulen einsetzen zu können.