Die Verwaltung wird beauftragt, die nach Abschluss der Kanalbauarbeiten an der Vestischen Straße wiederherzustellende Fläche des Freitagsfeldes beziehungsweise Heideparks zu einem naturnahen Baum- und Bürgerpark zu entwickeln.
In diesem Zusammenhang soll gemeinsam mit der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH geprüft werden, ob ein Teil des vom Pumpwerk Ziegelstraße geförderten Grundwassers innerhalb des Parks oberirdisch und naturnah geführt werden kann, beispielsweise als flache Rinne, kleines Rinnsal, Bachlauf oder bepflanzte Feuchtfläche.
Die Prüfung soll die tatsächlich verfügbare und jahreszeitlich schwankende Wassermenge, die technische und wasserrechtliche Umsetzbarkeit, die Auswirkungen auf den Grundwasserstand und die angrenzende Wohnbebauung sowie die Investitions- und Unterhaltungskosten umfassen. Darüber hinaus ist die Wasserqualität durch geeignete Proben zu untersuchen. Dabei ist insbesondere festzustellen, ob das geförderte Grundwasser für eine offene Führung in einem öffentlich zugänglichen Park geeignet ist.
In die weitere Planung sollen örtliche Einrichtungen, Vereine sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden.
Begründung:
Das Freitagsfeld wird im Zusammenhang mit den Kanalbauarbeiten an der Vestischen Straße teilweise als Lager- und Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Nach Abschluss der Arbeiten bietet sich die Möglichkeit, die wiederherzustellende Fläche von rund 2.500 Quadratmetern ökologisch und gestalterisch aufzuwerten und zu einem Baum- und Bürgerpark weiterzuentwickeln. Vergleichbare Bürgerparkprojekte, beispielsweise in Detmold, können dabei als Anregung dienen.
Das Pumpwerk Ziegelstraße wurde 1989 errichtet und dient der Grundwasserabsenkung im Bereich Freitagsfeld. Nach den vorliegenden Unterlagen wird das geförderte Grundwasser derzeit über eine rund 55 Meter lange Druckrohrleitung in die Kanalisation eingeleitet. Die durchschnittliche Fördermenge beträgt etwa 3.700 Kubikmeter pro Jahr. Die tatsächlichen Wassermengen sind jedoch vom Wetter und vom jeweiligen Grundwasserstand abhängig und wurden bislang nicht näher ermittelt.
Bereits Ende der 1980er-Jahre wurde erwogen, das geförderte Grundwasser als Bach durch den Heidepark bis zur Vestischen Straße zu führen. Diese Überlegung soll unter den heutigen technischen, rechtlichen und ökologischen Bedingungen erneut aufgegriffen werden. Voraussetzung für eine oberirdische Nutzung ist, dass die Wasserqualität untersucht wird und keine Gefahren für Menschen, Tiere, Pflanzen oder den Boden entstehen. Ebenso muss gewährleistet sein, dass die notwendige Grundwasserabsenkung und der Schutz der angrenzenden Wohnbebauung nicht beeinträchtigt werden.
Eine naturnahe Wasserführung in Verbindung mit zusätzlichen Baum-, Grün- und Aufenthaltsflächen könnte aus Sicht der CDU-Fraktion die ökologische Qualität des Heideparks verbessern, zur Abkühlung des Umfeldes beitragen und die Aufenthaltsqualität für die gesamte Nachbarschaft deutlich erhöhen.

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